Planung ist alles – von wegen

Ein kurzer Einblick in die Planung meiner Herbst/Winterkollektion und was mich im Nachhinein beschäftigt hat.

Stell Dir vor Du:

  • steckst mitten in einer Ausbildung.
  • startest beruflich gerade voll durch.
  • entdeckst gerade die Welt und genießt das Leben einfach so wie es ist.
  • hast ein oder mehrere Kinder.

Erkennst Du Dich in einem dieser Typen wieder? Bestimmt. Mit Ausnahme der Nummer Drei haben alle Typen etwas gemeinsam: sie planen verschiedene Bereiche oder sollten dies tun. (Sind wir mal ehrlich, oftmals wäre Planung angebracht und überaus sinnvoll. Deswegen muss es nicht unbedingt Spaß machen oder auch funktionieren – das habe ich selber gerade erst erlebt, dazu aber später mehr).

Aber eigentlich ist der Sinn von Planung ja ein sehr Guter. Ich kann jetzt nur aus meiner Erfahrung sprechen und glaube mir, ich ziehe das leider noch nicht wirklich konsequent durch.

Wenn ich plane, dann mache ich mir intensive Gedanken zum Thema. Es fallen mir immer wieder gewisse Aspekte ein und wieder andere Punkte werden verworfen. Das ist meistens schon ein echt guter Start.

Wie gehe ich die Sache gewissenhaft an? In welcher Reihenfolge organisiere ich was? Und mit am Wichtigsten: wann?

Da kann sich das ein oder andere Projekt schon ziemlich in die Länge ziehen und einige Monate in Anspruch nehmen bis es vorzeigbar ist. Aber hey, lieber in Ruhe alles durchgehen und von Anfang an ordentlich machen als es übers Knie brechen. Das sagte auch mein Mann im letzten Jahr zu mir und stärkte mich in meinem Vorhaben.

Und genau das ist bei mir immer wieder die Schwierigkeit und wer weiß wann es endlich mal besser bzw. zuverlässiger wird. Ich musste den Punkt „wann“ und wie dieser trotz aller Überlegungen nach hinten losgehen kann gerade erst am „eigenen Leib“ spüren und vllt. interessiert Dich ja mal ein kleiner Einblick in die Tücken meiner Arbeit.

Alles fing im Spätsommer 2016 so toll an. Ich hatte eine klasse Idee, stellte sie dann auch einigen Müttern mit ihren Babies vor und holte mir noch Feedback ein was optimiert werden kann. Oh ja, das Feedback von Eltern und auch Großeltern oder Tanten die im Idealfall selber Kinder haben ist echt Gold wert und ich freue mich immer darüber.

Dann lies ich mir von meiner tollen Bekleidungstechnikerin die Schnitte anfertigen, suchte die Stoffe aus und bestellte diese. In der diesjährigen Herbst- Winterkollektion 2017/18 kommen zum ersten Mal in Deutschland hergestellte Stoffe zum Einsatz. Biostoffe, die unter fairen Bedingungen und sehr transparent (im Sinne von „die Herstellung ist offen einsehbar und es wird nichts verschleiert“) hergestellt werden habe ich ja schon seit einigen Jahren hier. Aber mit diesen in Deutschland hergestellten Stoffen ist der Weg vom Rohstoff zum fertigen Produkt noch kürzer und das finde ich toll.

Allerdings sind die Lieferzeiten sehr lang da nicht nur ich von dieser kurzen Produktionskette so begeistert bin.

Leider verzögerte sich die Lieferung immer mehr und da dann auch noch die Sommerferien kamen wurde alles zu einem kleinen Desaster für mich.

Ich war ziemlich am Boden. Geplant war, alles frühzeitig zu entwickeln, zu bestellen und fertig zu machen. Die Fotografin war informiert und es sollten viele schöne Bilder in den neuen Sachen entstehen. Auch wird sich mein Marktstand auf den Messen etwas verändern und auch dafür brauche ich neue Fotos. Und was kam? Die Anfertigung verzögerte sich so sehr, dass ich gerade einmal einige Muster hier habe um die sogenannten Legefotos für den Onlineshop anzufertigen. Also Bilder ohne Kinder welche die Sachen tragen.

Gedacht war alles ganz entspannt anzugehen. Mit dem Umbau von unserem Haus und dem Ausbau von meinem Atelier/Werkstatt haben wir gerade eh genug zu tun. Vorausschauend planen, organisieren und fertigmachen lassen. Tja, daraus wurde leider nichts und so kann ich Dir erst Ende September die neuen Produkte zeigen. Bis dahin siehst Du hier die Neue Kollektion

Du siehst also, egal wie gut man plant, es kann auch alles in die Hose gehen. Entweder weil man es selber nicht rechtzeitig angegangen ist oder weil es äußere Einflüsse gibt die Du selber nicht ändern kannst.

Schade, ich weiß. Nun sage ich mir: 2018 wird alles anders.

PS// Ich habe jedoch auch noch ein anderes Beispiel bei welchem die Planung tadellos lief (denn hier hing alles nur an mir), aber davon schreibe ich Dir das nächste Mal.

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